Wer ist das denn?

aktuell2015AutorenfotoChristineSylvester_alterKurz & knapp

Christine Sylvester, geboren 1969 in Bielefeld, ist DiplomJournalistin und lebt als Autorin und freie Dozentin für Medien & Kommunikation, Mutter zweier Kinder und Bodyguard eines ängstlichen Schäferhundes in Dresden.

LangVersion

Christine Sylvester entdeckte mit dem Besuch der Schule die Buchstaben als ein besonders sympathisches, da schnelles Instrument zur Umsetzung von Ideen und Phantasie. Entgegen allen Aufschneidereien von Großeltern und anderen Anverwandten war nichts wirklich genial oder genetisch, sondern einfach nur Interesse.
Dass das geschriebene Wort überschaubarer ist als das gesprochene, zeigten die Jugendjahre in Süddeutschland. Stark ausgeprägter Dialekt erwies sich als Kulturschock. Doch bald schon kam es zu einem Konglomerat aus Schriftlichkeit und großer Klappe mit enthusiastischer Hinwendung zum Journalismus.
Bis zum Diplom der Journalistik (Uni Dortmund) allerdings sollten noch ein paar Umwege folgen – über Soziologie, Theaterwissenschaft und die ständige heimliche Hauptsache Philosophie. Schon in der Mittelstufe wurden vorübergehend Prioritäten gewählt, die die Außenwelt tatsächlich stark verwirrt haben müssen … Da wurden schon mal Unterrichtsstunden geschwänzt, um endlich mal ein gutes Buch wirklich ausführlich zu lesen. Schreiben – ob Artikel oder Geschichten – konnte man ja meist nebenbei im Unterricht; übrigens ein hervorragendes Training für laute Redaktionen und Großraumbüros aller Art!
Im Alter von etwa zwanzig Jahren war Sartres „Das Sein und das Nichts“ dann vorerst durchgearbeitet und es gab wieder etwas Platz für den schnöden Alltag: Hörfunk, Studium, Printmagazin, Vordiplom, erstes Kind, Tageszeitung, Online-Magazin, Print-Magazin, Diplom, zweites Kind. Bielefeld, Saarbrücken, Dortmund, Bochum, Dresden.
Und alle irgendwann mal lesender Weise versäumten Unterrichtsstunden werden seit einigen Jahren wettgemacht durch freie Dozententätigkeit in Berufsausbildung und Erwachsenenbildung. Muss man noch betonen, dass das Lieblingsfach der Dozentin inzwischen Medienpädagogik ist? Ja, kann man gar nicht oft genug, denn soziale Kompetenz ist Kultur – und davon kann es nicht genug geben.